tinostoma-smaragditis: hierunddakommichaufdieidee:
berlinberlinberlinberlinberlin!
awwwwww…!
visual-poetry:“i know” by olaf breuning (via eclecticbeauty)
PSALM
Niemand knetet uns wieder aus Erde und Lehm,
niemand bespricht unsern Staub.
Niemand.
Gelobt seist du, Niemand.
Dir zulieb wollen
wir blühn.
Dir
entgegen.
Ein Nichts
waren wir, sind wir, werden
wir bleiben, blühend:
die Nichts-, die
Niemandsrose.
Mit
dem Griffel seelenhell,
dem Staubfaden himmelswüst,
der Krone rot
vom Purpurwort, das wir sangen
über, o über
dem Dorn.
Meine ersten drei Worte: Maniac. Made. Secrets. Was siehst du zuerst?
Worte als Geschenke.
-Aber
Das Wort „aber“ hat keinen guten Ruf. Es ist das Wort der Altklugen, der Nörgler, der Besserwisser, der Mischlinge und Bisexuellen. Es ist das Wort derer, die Bordeaux trinken aus Überheblichkeit, wenn die anderen Bier bestellen aus Anbiederei.
Es ist mein Wort.
— Hubert Fichte, Versuch über die Pubertät, Frankfurt am Main, 1978, S.64 (via universalestate)
word.
(via almostrocketscience)
(Source: pieces-of-what-i-know)
L. Cranach, Allegory of Melancholy, 1528
(Source: cosarimanedelgiorno)
Die Blindheit hat einen göttlichen Rücken,
und trägt den Hymnischen über hölzerne Brücken
— W. Benjamin (via lupodimore)
(Source: atomarerwalzer, via lupodimore)
Schlaf-Mohn
Abseits im Garten blüht der böse Schlaf,
in welchem die, die heimlich eingedrungen,
die Liebe fanden junger Spiegelungen,
die willig waren, offen und konkav,
und Träume, die mit aufgeregten Masken
auftraten, riesiger durch die Kothurne -:
das alles stockt in diesen oben flasken
weichlichen Stengeln, die die Samenurne
(nachdem sie lang, die Knospe abwärts tragend,
zu welken meinten) festverschlossen heben:
gefranste Kelche auseinanderschlagend,
die fieberhaft das Mohngefäß umgeben.
[Rilke: Der neuen Gedichte anderer Teil. ]